Eugen Dühring: Die GRÖSSEN der modernen Literatur Band 2, populär und kritisch nach neuen Gesichtspunkten dargestellt
29,60 €
500 Seiten, gebunden, Faksimile der 1910 erschienen 2. Auflage, Viöl 2000
Produktbeschreibung
Die großen Dichter auf dem Prüfstand – wer verdient seinen Ruhm wirklich?
Eugen Dühring – Die Größen der modernen Literatur
Populär und kritisch nach neuen Gesichtspunkten dargestellt
Zweite Abteilung
Ein ungewöhnliches Buch über Literatur, Freiheit, Wahrheit und die Macht geistiger Überlieferung
Ein Mann reist durch Rußland und kauft tote Seelen. Ein Arzt entdeckt gesundheitsschädliches Wasser und wird zum Volksfeind erklärt. Ein berühmter Dichter sucht verzweifelt nach einem wirklichen Helden.
Was zunächst nach drei völlig verschiedenen Geschichten klingt, führt mitten hinein in eine der eigenwilligsten Literaturkritiken ihrer Zeit.
In der zweiten Abteilung seiner Größen der modernen Literatur setzt Eugen Dühring seine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit berühmten Schriftstellern, Philosophen und geistigen Strömungen fort.
Dabei geht es um weit mehr als um die Frage, ob ein Gedicht gelungen oder ein Roman gut geschrieben ist.
Es geht um die Menschen hinter den Werken – um ihre Überzeugungen, ihre Widersprüche, ihren Mut und ihren Einfluß auf die Nachwelt.
Rousseau, Schiller, Byron und Shelley – was bedeutet geistige Freiheit?
Jean-Jacques Rousseaus Sehnsucht nach Natur und Unabhängigkeit, Friedrich Schillers dichterischer Freiheitsdrang, Lord Byrons gesellschaftskritischer Spott und Percy Bysshe Shelleys radikale Vorstellungen eröffnen höchst unterschiedliche Perspektiven auf das Verhältnis zwischen Mensch und Gesellschaft.
Dühring begnügt sich dabei keineswegs mit ehrfürchtiger Bewunderung. Er hinterfragt Persönlichkeiten, prüft ihre Werke nach eigenen Maßstäben und stellt selbst weithin anerkannte literarische Größen in Frage.
Seine Urteile sind oftmals scharf, herausfordernd und keineswegs unumstritten.
Gerade darin liegt der besondere Reiz dieser historischen Lektüre: Der Leser begegnet nicht nur berühmten Namen, sondern einem leidenschaftlichen Streit über den Wert ihrer Leistungen.
Tote Seelen, vergiftetes Wasser und gesellschaftliche Widersprüche
Besonders anschaulich wird die Auseinandersetzung bei Nikolai Gogol und Henrik Ibsen.
In Gogols Tote Seelen begegnen wir einer grotesken Welt aus Besitzgier, bürokratischen Verhältnissen und menschlichen Schwächen. Dühring würdigt hier insbesondere die ungewöhnliche Beobachtungsgabe des russischen Schriftstellers.
Ibsens Drama Ein Volksfeind führt dagegen zu einer ernsten Frage: Was geschieht, wenn ein einzelner Mensch eine unbequeme Wahrheit entdeckt, deren Anerkennung mächtigen wirtschaftlichen Interessen widerspricht?
Diese Werke sind weit mehr als literarische Unterhaltung. Sie eröffnen Einblicke in gesellschaftliche Konflikte, die auch heutige Leser beschäftigen können.
Wer entscheidet, welche Bücher die Jahrhunderte überdauern?
Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem literarischen Ruhm selbst.
Warum werden bestimmte Autoren unsterblich, während andere in Vergessenheit geraten? Welche Bedeutung besitzen persönliche Beziehungen, gesellschaftliches Ansehen und die Überlieferung ihrer Werke?
Dühring beschäftigt sich mit verlorenen Erinnerungen, der Bewertung schöpferischer Leistungen und dem Verhältnis zwischen geistiger Originalität und öffentlicher Anerkennung.
Auch die Philosophie und Wissenschaft seiner Zeit bleiben nicht ausgespart. Schopenhauer, Hegel, Feuerbach und andere Denker werden zum Gegenstand scharfer Kritik. Im abschließenden Teil schildert Dühring zudem Auseinandersetzungen um wissenschaftliche Entdeckungen und deren Urheberschaft.
So entsteht ein ebenso breites wie streitbares Bild des europäischen Geisteslebens.
Ein historisches Werk, das zum eigenen Urteil herausfordert
Eugen Dührings Literaturkritik ist kein neutraler Überblick. Sie trägt die unverwechselbare Handschrift eines Autors, der mit großer Entschiedenheit urteilt und dabei auch schwerwiegenden Vorurteilen unterliegt. Insbesondere seine antisemitischen und pauschalisierenden Aussagen verlangen eine kritische historische Einordnung.
Gerade deshalb sollte dieses Werk nicht als Sammlung endgültiger Wahrheiten gelesen werden, sondern als Zeugnis einer streitbaren Epoche, deren geistige Auseinandersetzungen bis heute Fragen aufwerfen.
Was ist wahre Größe? Was unterscheidet Ruhm von Verdienst? Und wieviel Freiheit braucht der Mensch, um unabhängig denken und schöpferisch wirken zu können?
Die Größen der modernen Literatur – Zweite Abteilung lädt dazu ein, bekannte Namen neu zu betrachten, ungewöhnliche Gedanken kennenzulernen und die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen.
Ein außergewöhnliches Buch für Leser, die sich für Literaturgeschichte, Philosophie, geistige Unabhängigkeit und die großen Widersprüche menschlicher Kultur interessieren.
Entdecken Sie ein streitbares Stück europäischer Geistesgeschichte – und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.
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